Donnerstag, 14. März 2013

Zündfunke (Rundfunkandacht) am Donnerstag, dem 14. März 2013

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,

eine der genialsten Erfindungen der Menschheit, auch wenn kaum einer darüber nachdenkt, ist die Tür.


Einerseits trennt sie Drinnen und Draußen genau so wie die Wand, zu der sie gehört. Andererseits verbindet sie Drinnen und Draußen; durch die Tür kann ich hindurchgehen, durch die Wand eben nicht.


Ich mache die Tür hinter mir zu, damit mich keiner mehr erreicht, damit ich für mich bin, meinen geschützten Raum habe.


Ich öffne die Tür für den, der draußen steht, und den ich hineinlassen will in meinen Raum, und damit in mein Leben.


Ich stehe vor einer verschlossenen Tür, und ich komme nicht hinein, wenn mir keiner öffnet oder wenn ich keinen Schlüssel habe.


Und ich finde offene Türen vor, durch die ich eintreten kann.


Türen trennen und verbinden. Türen werden geöffnet und verschlossen. Ohne Türen säßen wir entweder hinter Mauern und könnten nicht zueinander kommen, oder wir lebten ständig in der Öffentlichkeit und könnten uns nicht voreinander schützen und verbergen. Beides wäre nicht gut. Türen entsprechen unserem Menschsein.


Jesus Christus hat gesagt: Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden.

Mit diesem Bildwort beschreibt Jesus unser Verhältnis zu Gott.

Manche meinen, Gott wäre für uns immer und überall erreichbar; der Himmel hätte keine Türen, alle könnten immer zu Gott kommen.

Die Bibel geht davon aus, dass es eine hohe Mauer gibt zwischen Gott und uns Menschen; wir können nicht einfach zu ihm kommen. Diese Mauer heißt Sünde, und Sünde bedeutet „Trennung von Gott“.

Aber es gibt eine Tür in der Mauer. Und diese Tür ist Jesus. Wenn wir zu ihm gehen, bei ihm anklopfen, dann öffnet er uns die Tür zu Gott, die Tür in den Himmel.

Manche versuchen auf anderen Wegen, mit viel Mühe und Anstrengung über die Mauer zu gelangen. Oder mit dem Kopf durch die Wand. Wieder andere malen sich die Mauer von innen schön an mit himmelblauer Farbe und Bildern vom Paradies, dann fühlen sie sich auch so wie im Himmel. Einfacher wäre es die Tür zu benutzen:

Jesus, er ist die Tür zu Gott.

Es sprach Roland Herrig, Tourismuspfarrer in Teneriffa-Süd für Radio Megawelle.