Mittwoch, 3. Dezember 2014

Zündfunke (Rundfunkandacht) am 3. Dezember 2014

Guten Morgen, liebe Hörer,

Advents- und Weihnachtszeit ist Lichterzeit. Mit dem ersten Licht am Adventskranz beginnt es und mit dem kerzenbestückten Christbaum ist der Höhepunkt erreicht.

Im Erzgebirge hatten wir einen richtigen Tourismus für Lichter-Fahrten. Wenn es am Nachmittag ab Vier dunkel wurde, setzte man sich in einen Reisebus und fuhr durch das vom Lichterglanz erleuchtete Weihnachtsland. Überall in den Städtchen und Dörfern waren die Fenster erleuchtet mit Lichtern von Lichterbögen, auch Schwibbögen genannt, Lichterecken, Lichterleisten – da waren die örtlichen Traditionen auch verschieden –, von lichtertragenden Engeln und Bergmännern oder leuchtenden Adventssternen. Jeder Ort hatte noch seine speziellen Lichterketten, Sterne und Ornamente an den Straßenlaternen und eine große Weihnachtspyramide. Wenn dazu noch der Schnee glitzerte, dann war das für unsere lieben Senioren wunderbar.

Nun ja, auch hier auf den Kanarischen Inseln glänzt, glitztert und blinkt die Weihnachtsbeleuchtung. Weihnachten ist einfach das Fest der Lichter und das Fest des Lichtes.

Hier ist es ja bei weitem nicht so kalt und dunkel wie zu Hause. Es wird auch im Dezember erst nach Sechs dunkel, nicht schon nachmittags um Vier. Aber je kälter und nördlicher, um so größer ist die Sehnsucht nach dem Licht in den dunklen Dezemberwochen.

Da man die Geburt Jesu in der dunkelsten Zeit des Jahres feierte, war es nahe liegend, das gerade mit Lichterglanz zu tun. Jesus ist ja auch das „Licht der Welt“. So hat er es selber von sich gesagt: „Ich bin das Licht der Welt“. Dann lasst uns auch seinen Geburtstag mit viel Licht feiern, haben die Christen in den nördlichen Ländern gesagt.

Die vielen Kerzen und Lichter in der Advents- und Weihnachtszeit machen es uns gemütlich, festlich und sie erinnern uns daran, warum wir Advent und Weihnachten feiern: Wegen Jesus, dem Licht der Welt.


Ich glaube ja, durch ihn ist es wirklich ein bisschen heller geworden auf dieser Erde.