Montag, 17. Dezember 2012

Zündfunke (Rundfunkandacht) am Montag, dem 17. Dezember 2012

Einen schönen Montagmorgen, Ihnen allen, liebe Hörerinnen und Hörer,

Alle Jahre wieder Advents- und Weihnachtszeit. Wir sind mitten drin und nahe dran. Heute in einer Woche ist Heiligabend.


Die Advents- und Weihnachtszeit ist für die meisten fest mit bestimmten Bräuchen und Ritualen verbunden: Tannengrün und Plätzchenbacken, bzw. wichtiger noch: Plätzchenessen. Goldne Kugeln, Lichterketten, Karten schreiben, Geschenke besorgen. Die Canarios lieben ihre Weihnachtskrippen, die sie in Kirchen, auf Gärten und Plätzen aufstellen. Viele von uns Deutschen lieben ihre Weihnachtskrippen auch, die sie in ihren Wohnstuben aufstellen. Zu den Ritualen des Weihnachtsabends gehört für viele auch nach wie vor der Kirchgang. Auch hier auf der Insel gibt’s deutsche Weihnachtsgottesdienste, katholische und evangelische. Alle Jahre wieder. Denn Weihnachten hat ja einen besonderen Inhalt: die Geschichte von der Geburt Jesu Christi, des Retters und Erlösers der Menschen.


Advent und Weihnachten hat auch seine besondere Musik, seine besonderen Lieder, die wir singen oder hören: Alle Jahre wieder.


Und das ist ja auch ein Weihnachtslied, ein schönes schlichtes Kinderweihnachtslied: Alle Jahre wieder / kommt das Christuskind / auf die Erde nieder, / wo wir Menschen sind.


Mit Weihnachten stellen wir die Geschichte von der Geburt des Erlösers gewissermaßen auf Dauer. Wir feiern sie Alle Jahre wieder und wir lassen das Christuskind alle Jahre wieder zu uns kommen. Unsere Bräuche, unsere Lieder, unsere Gottesdienste vergegenwärtigen die alte Geschichte. Denn sie soll auch unsere Geschichte werden. Der Retter und Erlöser ist nicht nur für die Menschen vor 2000 Jahren geboren, sondern auch für uns. Und so kommt das Christuskind, Gott als Kind, immer wieder, auch heute noch zu den Menschen: Kehrt mit seinem Segen / ein in jedes Haus, / geht auf allen Wegen / mit uns ein und aus. // Ist auch mir zur Seite / still und unerkannt, / dass es treu mich leite / an der lieben Hand.


Viel schlichter und inniger kann man die Weihnachtsbotschaft nicht ausdrücken: Gott kommt als Kind, will bei uns sein und uns leiten und begleiten.