Sonntag, 16. Februar 2014

Zündfunke (Rundfunkandacht) am Sonntag, dem 16. Februar 2014

Guten Morgen, liebe Hörer,

Im Anfang war das Wort. – Gottes Wort; sein gutes Wort. Dann kamen unsere Worte, viele Worte, gute und schlechte. Gott möchte aber auch immer wieder zu Wort kommen – gerade auch, um unsere schlechten Worte wieder gut zu machen.

Gott redet auf mancherlei Weise.

Er redet zu uns durch seine Schöpfung. Darum sagen auch viele: Ich brauche keinen Gottesdienst; ich gehe in die Natur, in den Wald, in die Berge, ans Meer – da bin ich Gott nahe, da redet er durch seine Schöpfung. – Ja, das tut er. Staunen, Ergriffenheit, Anbetung können mich erfüllen, wenn ich die Wunder und Schönheit der Schöpfung betrachte, und mich mittendrin.

Gott redet zu uns auch durch manche Ereignisse in der Geschichte. Für mich und viele in meiner Generation und älter war die Revolution von 1989, der Fall der Mauer und die deutsche Wiedervereinigung ein Wunder Gottes mitten in unserer Zeit.

Gott redet zu uns manchmal durch Träume, Visionen, gute Gedanken und durch andere Menschen.

Und Gott redet zu uns durch die Bibel, die wir deshalb auch Gottes Wort nennen.

Vor allem aber – und darum drehen sich denn auch die Worte der Bibel – redet Gott durch Jesus Christus. Im Anfang war das Wort … und das Wort wurde Fleisch, heißt es weiter. Damit ist Jesus Christus gemeint. Er hat es auf einmalige Weise gesagt und gelebt, wer Gott für uns ist. Bei ihm haben Wort und Tat absolut übereingestimmt. Darum wurden seine Worte und Taten weitererzählt, aufgeschrieben und bis heute immer neu ausgelegt. Im Islam zum Beispiel ist Gottes Wort Buch geworden, Buchstabe, dem man gehorchen muss. Im christlichen Verständnis ist Gottes Wort Mensch geworden, es lebt mit uns und in uns. Wir hören es auf mancherlei Weise, am deutlichsten aber, wenn wir auf Jesus Christus hören.

Als christliche Kirche sind wir dafür da, dass Gottes Wort auch heute gehört und verstanden wird.