Sonntag, 14. September 2014

Zündfunke (Rundfunkandacht) am Sonntag, dem 14. September 2014

Guten Morgen, liebe Hörer,
wenn wir heute Mittag unseren Gottesdienst in Las Américas feiern, dann waren vor uns schon die Schwestern und Brüder von der Anglikanischen Kirche im Gotteshaus und davor die Katholischen Christen. Als verschiedene christliche Gemeinden teilen wir uns ein Kirchengebäude. Im Winter haben wir auch Gottesdienste in der Schwedischen Kirche. Auf La Gomera sind wir Gäste in einer katholischen Kapelle. Im Norden feiert unsere evangelische Kirchengemeinde in der Anglikanischen Kirche. – Das sind für mich Beispiele gelebter Ökumene und versöhnter Verschiedenheit.
Auch in unserem Gottesdienst selbst treffen sich Christen aus den verschiedenen Zweigen der evangelischen Kirche, Menschen mit freikirchlichem Hintergrund ebenso wie katholische Christen.
Wir sprechen unterschiedliche Sprachen – nicht nur Englisch, Spanisch oder Schwedisch, sondern auch unterschiedliche Dialekte des Glaubens. Aber wir sprechen in diesen unterschiedlichen Sprachen mit dem einen Gott. Wir bekennen in unseren unterschiedlichen Sprachen denselben Glauben. Wir gehören zu der einen, umfassenden christlichen Kirche.
Ein Lied, das diese unsere bunte Einheit in versöhnter Verschiedenheit beschreibt, steht in unserem Gesangbuch; es kommt aus Schweden (EG 268):
Strahlen brechen viele aus einem Licht.
Unser Licht heißt Christus.
Strahlen brechen viele aus einem Licht –
und wir sind eins durch ihn.

Zweige wachsen viele aus einem Stamm.
Unser Stamm heißt Christus.
Zweige wachsen viele aus einem Stamm –
und wir sind eins durch ihn.

Gaben gibt es viele, Liebe vereint.
Liebe schenkt uns Christus.
Gaben gibt es viele, Liebe vereint –
und wir sind eins durch ihn.

[...]

Glieder sind es viele, doch nur ein Leib.
Wir sind Glieder Christi.
Glieder sind es viele, doch nur ein Leib –
und wir sind eins durch ihn.