Samstag, 12. Juli 2014

Zündfunke (Rundfunkandacht) am Sonnabend, dem 12. Juli 2014

Guten Morgen, liebe Hörer,

warum es eigentlich ganz vernünftig ist, an Gott zu glauben, das möchte ich Ihnen in dieser Woche erklären. Und dabei setze ich mich auch mit Argumenten der Atheisten auseinander, der Leute also, die glauben, dass es keinen Gott gibt.
Zu ihren beliebten Argumenten gehört, dass die Religionen bzw. der Glaube an Gott zu Krieg, Gewalt und Verbrechen im Namen des Glaubens führten. Und natürlich kennen wir alle die Belege dafür: von den gewalttätigen biblischen Kriegsberichten über Kreuzzüge und Ketzerverfolgung bis hin zu Selbstmordattentaten und Glaubenskriegen unserer Tage. Schuld daran soll sein, dass religiöse Menschen ihren Gott oder ihren Glauben für den einzig wahren halten und deshalb alle anderen bekehren oder vernichten wollen.
Nun lässt sich nicht bestreiten, dass es das gab und gibt. Aber es lässt sich ebensowenig bestreiten, dass die größten Kriege und der brutalste Terror in den vergangenen hundert Jahren eben nicht im Namen der Religion geführt wurden, sondern im Namen von atheistischen Weltanschauungen, dem Nationalsozialismus nämlich und dem Kommunismus. Wer sagt, dass Krieg und Terror allein eine Folge der Religion seien, liegt definitiv falsch.
Im Gegenteil: Ich würde sogar behaupten, die christliche Religion hat dazu beigetragen, dass die Welt friedlicher wird; einfach weil der christliche Glaube Nächstenliebe und Friedfertigkeit lehrt und Krieg und Gewalt nur als Notlösung zur Verteidigung und zum Schutz von Menschen zulässt.
Wenn es einen Gott gibt, der für Recht und Gerechtigkeit sorgt, dann müssen wir Menschen unsere Interessen nicht mit Gewalt durchsetzen.
Wenn es einen Gott gibt, der Gute belohnt und Böse bestraft, dann schreckt das auch davor ab, Gewalt und Unrecht zu tun; wir sind schließlich Gott verantwortlich.
Wenn es einen Gott gibt, der uns ewiges Leben verspricht, dann müssen wir nicht in diesem Leben mit Gewalt und Rücksichtslosigkeit alles zu erreichen versuchen, was geht.

Der Glaube an Gott, jedenfalls der Glaube an Gott, wie Jesus ihn gelehrt hat, sollte uns Menschen besser und friedlicher machen.