Dienstag, 25. März 2014

Zündfunke (Rundfunkandacht) am Dienstag, dem 25. März 2014

Guten Morgen liebe Hörer,

auf einer steilen Insel leben wir. Da erheben sich die Los-Gigantes-Felsen hunderte Meter senkrecht aus dem Meer. Da sind es nur wenige Kilometer von der Küste bis zum Teide-Gipfel. Und dabei sehen wir noch nicht mal, dass es unter Wasser genau so steil weiter abwärts geht bis zu einer Tiefe von über 2000 Meter. Dass unsere Insel so steil ist, hat den Vorteil, dass Wasser und Land deutlich getrennt sind. Wir brauchen uns um einen möglichen Anstieg des Meeresspiegels nicht zu sorgen. Wir brauchen keine Deiche, die uns vor Fluten schützen; unsere Küsten sind steil genug.

Irgendwie ist die Welt ja doch sehr praktisch eingerichtet. Steile Inseln, Kontinente, die Kilometer höher liegen als der Meeresgrund: So haben Mensch und Tier einen sicheren Lebensraum, der normalerweise nicht von den Wasserfluten der Meere und Ozeane bedroht ist.

Das fanden die Menschen schon vor Jahrtausenden erstaunlich und erzählten sich, wie Gott am dritten Schöpfungstage Wasser und Land voneinander getrennt und dem Meer besondere Orte zugewiesen habe.

Heute weiß man, dass die Erdkruste der Kontinente leichter ist als die Erdkruste unter dem Ozeanboden; deshalb schwimmen die Kontinentalplatten gewissermaßen höher auf dem flüssigen Erdinneren. So sind Ozeane und Kontinente deutlich getrennt.

Einmal nur, so erzählen es die alten Überlieferungen, sei die ganze Welt vom Wasser überflutet worden und nur ein Mensch mit seiner Familie sei gerettet worden.

Das Gebenüber von Wasser und Land, von Meer und Kontinenten ist ein Beispiel dafür, wie erstaunlich, sinnvoll und wunderbar unsere Welt geschaffen ist. Die Sintflutgeschichte zeigt, wie entsetzlich, wie tödlich eine Welt wäre, die aus den Fugen der Schöpfungsordnung geriete. Die Ängste vor Fluten, Tsunamis und steigendem Meeresspiegel sind Urängste, die an die Grundsubstanz unserer Existenz gehen.

Nach der biblischen Überlieferung verspricht Gott, die Ordnung der Welt zu erhalten. In der Tat: Es spricht alles dafür, dass wir auch am Rande der Ozeanfluten sicher leben können.

So blicke ich auch heute Morgen frohen Herzens hinaus auf das Meer.