Dienstag, 21. Januar 2014

Kurzpredigt am 20. Januar 2013 (Ökumenischer Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen)

Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.
Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in "einem" Sinn und in "einer" Meinung. Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist. Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus. Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus, damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft. Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe. Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen - nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.
1. Korinther 1, 1-17


Liebe Schwestern und Brüder,

als ich den Anfang des 1. Briefs an die Korinther gelesen habe, habt ihr da gemerkt, wie oft der Name Jesus Christus genannt wurde? – 14-mal. Ich denke, auch unsere Schwestern und Brüder hier, die kein Deutsch verstehen, haben das verstanden: Es geht um Jesus Christus.

Der Apostel Paulus kämpft in seinem ersten Brief an die Korinther um die Einheit der christlichen Gemeinde dort. Und er weiß eines ganz genau: Eins ist die Gemeinde, weil sie zu einem Herrn gehört. Weil sie – so unterschiedlich die einzelnen Gemeinde-Glieder sind – doch alle Jesus Christus angehören – durch die Taufe – und in Jesus Christus verbunden sind: verbunden zu einem Leib, wie Paulus später im selben Brief schreibt.
So, liebe Schwestern und Brüder, ist Kirche im Kleinen und auch im Großen: ein vielfältiger Organismus, ein Leib mit vielen Gliedern, aber eins in Christus.

So können, so sollen auch wir uns verstehen als Christen und Kirchen unterschiedlicher Konfessionen und Nationen: Christus ist unser einer Herr. Er ist nicht zerteilt, auch wenn wir verschieden sind.

Je enger wir, jede einzelne Kirche und Gemeinde, jeder einzelne Gläubige mit Jesus Christus verbunden ist, um so enger sind wir auch beieinander. Wie der Apostel schreibt: Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus unseres Herrn. Gut, dass wir diese Gemeinschaft feiern und leben! Amen.