Freitag, 13. April 2012

Zündfunke (Rundfunkandacht) am Freitag, dem 13. April 2012

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,

Auferstehung kommt von Aufstehen. Aufstehen kann man nicht nur aus dem Bett, vom Schlaf, aus dem gemütlichen Sessel. Aufstehen kann man für etwas oder gegen etwas. Aufstehen und protestieren, auf die Straße gehen. Den Aufstand proben.


Immer wieder hat man aus der Theologie der Auferstehung eine Theologie des Aufstands gemacht. Die lateinamerikanische Theologie der Befreiung war ein Versuch, Christentum und Marxismus zu verbinden. Ein vielleicht verständlicher Versuch, da, wo Menschen leiden, unterdrückt werden, chancenlos sind, und wo sich ihre Peiniger und Unterdrücker selber noch den Mantel des Christlichen umhängen. Christus, der gelitten hat und auferstanden ist, er muss doch auf der Seite der Leidenden stehen und mit ihnen aufstehen gegen das Leid, gegen den Tod. Nur haben sie dabei übersehen, dass Christus den Aufstand in dieser Form abgesagt hatte, denn sein Reich sei nicht von dieser Welt, hatte er gesagt. Jesus wusste, dass der Gewalt der Gewalttätigen nicht mit Gegengewalt der Aufständischen beizukommen sein würde. Am Beispiel des Marxismus sehen wir, wie die Gewalt der Unterdrückten neue, ja schlimmere Gewalt und Unterdrückung hervorbringt.


Deshalb liegt mir jene ganz andere Theologie der Befreiung viel näher, die niemals so hieß, die es aber praktisch war: Die Theologie jener, die sich 1989 im Ostteil Deutschlands in Kirchen versammelten und mit Kerzen in der Hand auf die Straße gingen, die den Bewaffneten und sich selber zuriefen “Keine Gewalt!” Es war eine Theologie der 
Ermutigung und Ermächtigung, die ihre Kraft und ihre Friedfertigkeit aus dem Glauben an den Auferstandenen zog. Es war eine Theologie der Auferstehung.


Und so haben wir diese Revolution auch als Auferstehung erlebt. Wir sind aufgewacht aus einer Art Totenstarre, haben frei geatmet, sind lebendig geworden und haben begonnen unser Leben in Freiheit zu führen. Für mich hat das in der Tat mit der Leben schaffenden Kraft Gottes zu tun.

Donnerstag, 12. April 2012

Zündfunke (Rundfunkandacht) am Donnerstag, dem 12. April 2012

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,

sind Sie gut aufgestanden? Oder liegen Sie noch im Bett und haben den Radiowecker laufen? – Egal!



Aber haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass das morgendliche Aufstehen etwas mit Ostern zu tun haben könnte? – Genau: Ostern geht es um die Auferstehung. Also auch ums Aufstehen. Nur dass die kleine Silbe -er- dem Wort eine religiöse Überhöhung verleiht. Im Grunde aber geht es um dasselbe: Wir stehen jeden Morgen aus dem Bett auf. Und Jesus Christus steht am Ostermorgen aus dem Grab auf. Am Ende der Welt sollen dann alle Toten aus den Gräbern aufstehen – auferstehen. – Wenn Gott sie aufweckt – auferweckt.

Wenn der Tod des Schlafes Bruder ist, dann ist die Auferstehung die große Schwester des morgendlichen Aufstehens, und die Posaune Gottes, von der die Bibel spricht, ist der große Wecker.


Vielleicht können uns diese Bilder ja in der Tat ein gutes Gleichnis sein für Tod und Auferstehung, die wir ja noch nicht wirklich kennen, weil wir sie noch nicht erlebt haben. Aber wir wissen es schließlich: Der Lebenstag geht seinem Lebensabend entgegen, und es kommt die Nacht des Todes. Aber wir sollen auch wissen: Es gibt einen neuen Morgen, ein neues Erwachen, ein neues Aufstehen. Das ist der Sinn von Ostern.


Übrigens sind die guten alten christlichen Abend- und Morgengebete von diesem Bewusstsein durchdrungen: jeder Abend kann der letzte sein, und jeder Morgen ist ein Wunder, eine vorweggenommene Auferstehung. Wie gut, wenn wir uns am Abend in Gottes Hand legen und wenn wir am Morgen den neuen Tag aus Gottes Hand empfangen! Wie gut, wenn wir auch noch am Abend des Lebens auf einen neuen Morgen hoffen. Gott weckt mich alle Morgen und zuletzt im Morgenglanz der Ewigkeit.

Mittwoch, 11. April 2012

Zündfunke (Rundfunkandacht) am Mittwoch, dem 11. April 2012

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,

das deutsche Wort Ostern ist etwas eigenwillig, weil es uns nichts über den Sinn des Osterfestes verrät. Oft wird Ostern mit einer germanischen Göttin Ostara in Verbindung gebracht; es ist aber gar nicht sicher, ob es diese Göttin überhaupt gab – ich meine: in den Vorstellungen der Menschen gab. Vielmehr weist die Wurzel austro oder ausro auf die Morgenröte hin – verwandt damit die Himmelsrichtung des Morgens: Osten.



In der Morgenröte des Ostertages entdeckten die Frauen das leere Grab von Jesus; das könnte eine Erklärung, oder zumindest eine Assoziation zum Namen des Osterfestes sein. Vielleicht aber auch mehr noch, dass Jesus Christus selber als das aufgehende Licht angesehen wurde. Ich bin das Licht der Welt, hat er über sich selber gesagt (Johannes 8, 12).


Überhaupt ist die Lichtsymbolik für Ostern ganz wichtig: Das Dunkel der Nacht, das Dunkel des Todes, das Dunkel der Trauer vergeht, und das Licht des Lebens geht auf.

In anderen Sprachen wird meistens ein anderes Wort für Ostern verwendet: Im Spanischen heißt es Pascua, in vielen anderen Sprachen so ähnlich: Pâques, Pasqua, Pasen, Pascha. Das leitet sich ab vom aramäischen Pascha und vom hebräischen Pessach.



Pessach oder Passa war das jüdische Fest, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Es war das Fest bzw. ist es für Juden bis heute, an dem an die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei erinnert wird. Jesus hat mit seinen Jüngern noch die Pessach-Mahlzeit gehalten, bevor er verhaftet wurde. In Erinnerung an dieses Festmahl mit Jesus Christus feiern die Christen bis heute das Heilige Abendmahl.


Sehr bald haben die Christen Tod und Auferstehung Jesu mit diesem Fest und seiner Symbolik in Verbindung gebracht. So wie Gott die Israeliten aus der Sklaverei der Ägypter befreit hat, so hat er uns durch Jesus Christus aus der Sklaverei der Sünde und des Todes befreit.

In manchen Sprachen, z. B. den südslawischen, gibt es noch ein anderes Wort für das Osterfest, nämlich das, was eigentlich der Inhalt von Ostern ist: Auferstehung.


Ostern – das Fest des Morgenlichtes, Ostern – das neue Passafest, Ostern – das Fest der Auferstehung. In jedem Falle ist es nicht einfach nur ein Frühlingsfest, sondern ein christliches Fest, ein Christus-Fest.

Dienstag, 10. April 2012

Zündfunke (Rundfunkandacht) am Dienstag, dem 10.04.2012

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,

das Osterfest liegt hinter uns, könnte man sagen. Nach christlichem Verständnis hat Ostern aber gerade erst begonnen. Die Osterzeit geht bis Christi Himmelfahrt. Deshalb möchte ich in dieser Osterwoche noch paar österliche Gedanken mit Ihnen teilen.

Ostereier, Osterküken, Osterhäschen – das Osterfest hat seine eigene niedliche Symbolik entwickelt. Sie lässt sich vielfältig variieren: Von der Geschichte vom Osterhasen, die wir unseren Enkeln erzählen, der heimlich die Eier versteckt, über das Behängen von Sträußen und Sträuchern mit bunt gefärbten Hühner- oder industriell gefertigten Plastikeiern bis hin zu Schokoladenhohlkörpern.

Diese Ostersymbolik hat irgendwie etwas Frühlingshaftes, und man könnte darüber leicht den eigentlichen Sinn von Ostern vergessen. Einerseits. Andererseits haben Hasen, Küken und Eier doch gerade eine ganze Menge mit dem Sinn von Ostern zu tun. Sie symbolisieren nämlich das neue Leben.

Das Ei ist ja nicht dazu erfunden worden, um von uns in die Pfanne gehauen zu werden. Es beherbergt, wenn es denn befruchtet ist und bebrütet wird, ein kleines neues Lebewesen: das Küken. Das Ei ist der Nähr- und Schutzraum, aus dem zu seiner Zeit das kleine Vögelchen schlüpft. So wie aus dem hartschaligen Ei ein kleines weiches Küken schlüpft, so ist Christus aus dem verschlossenen Grab auferstanden, und so werden einst die Toten aus den Gräbern auferstehen, glauben wir.

Mit den Osterhäschen ist es ein bisschen komplizierter. So ganz sicher weiß nämlich keiner, wie der Hase zum Osterfest gekommen ist. Die Überlieferung vom Osterhasen, der die Ostereier bringt, ist erst seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar. Wahrscheinlich ist, dass Hasen aber schon immer mit Fruchtbarkeit und neuem Leben in Verbindung gebracht wurden. Sie wissen ja: “... wie die Karnickel”. Und so passen sie gut ins Frühjahr und zum neuen Leben, das wir Ostern feiern. Vielleicht – das soll nicht verschwiegen werden – haben Hasen und Eier auch etwas mit einer alten germanischen Frühlingsgöttin zu tun.

Für Christen ist Ostern aber mehr als ein Frühlingsfest. Es ist nicht nur so, dass das Leben nach einer Zeit der Winterruhe wieder erwacht. Wir erwarten das ganz neue Leben bei Gott nach der Ruhe des Todes. Jesus Christus ist der erste, der aus dem Tod auferstanden ist in das neue Leben. So sind Osterhasen und Ostereier für uns Symbole der Hoffnung.

Sonntag, 8. April 2012

Predigt am 8. April 2012 (Ostersonntag)


Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN, mein Haupt ist erhöht in dem HERRN.Mein Mund hat sich weit aufgetan wider meine Feinde,denn ich freue mich deines Heils.Es ist niemand heilig wie der HERR, außer dir ist keiner,und ist kein Fels wie unser Gott....Der HERR tötet und macht lebendig,führt hinab zu den Toten und wieder herauf.Der HERR macht arm und macht reich;er erniedrigt und erhöht.Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staubund erhöht den Armen aus der Asche,dass er ihn setze unter die Fürstenund den Thron der Ehre erben lasse.
1. Samuel 2, 1-2. 6-8a



Liebe österliche Festgemeinde, liebe Schwestern und Brüder,

wir freuen uns in diesen Tagen mit Christiane und Mike aus unserer alten Gemeinde Augustusburg. Christiane und Mike sind so alt wie wir, und sind in dieser Woche Großeltern geworden: doppelte Großeltern. Und wir freuen uns mit Maria und Kevin. Sie sind so alt wie unser Sohn, und sie sind in dieser Woche Eltern geworden: doppelte Eltern. Leo und Lotta heißen ihre Zwillinge. Christiane und Mike haben uns eine ganze Reihe Bilder geschickt und wir staunen mit ihnen über die neu geborenen kleinen Menschlein. Wir staunen mit ihnen über das Wunder des Lebens.

Staunen über das Wunder des Lebens, das ist Ostern. „So ein schönes Osternest hatten wir noch nie“, schreiben Christiane und Mike.

Staunen über das Wunder des Lebens: Das ist auch der Hintergrund dieses Gebets, dieses Psalms aus dem Alten Testament, der uns heute – merkwürdig genug – als Predigttext gegeben ist.

Dieser Psalm ist das Gebet einer Frau, einer Frau, die das Wunder des Lebens am eigenen Leibe erfahren hat. Hanna heißt sie. Auch sie ist Mutter geworden. Und auch für sie ist das Wunder des Lebens ein doppeltes, nicht weil sie auch Zwillinge geboren hätte – nein, es war ein Sohn –, sondern weil es in ihrem Leben eigentlich keine Hoffnung auf Kindersegen mehr gab.

Ihr Mann liebte sie. Er versuchte sie zu trösten: Bin ich dir denn nicht mehr wert als zehn Söhne? – Aber was war das für ein Trost, wo er sehr wohl Söhne und Töchter hatte – von einer anderen, sie aber nicht?

Einmal betete Hanna im Tempel Gottes, lange, in Tränen aufgelöst, in tonlosen Worten, gab Gott ein Gelübde, wenn er ihr nur einen Sohn geben würde.

Und dann wurde sie schwanger, gebar sie den erwünschten Sohn – und nannte ihn Samuel; er sollte eine wichtige Rolle in der Geschichte des Gottesvolkes spielen. Und dann betete Hanna wieder im Tempel, und diesmal in lauten Worten, in poetischen Worten, betete diesen Psalm, den wir gehört haben:

Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN.

Dieser Pslam ist aus Staunen geboren über das Wunder des Lebens. Weil ein Kind geboren ist.
Wie sehr staunen wir noch über das Wunder des Lebens? Und können wir das überhaupt noch nachvollziehen, habe ich mich gefragt: die verzweifelte Hoffnungslosigkeit, die hoffnungslose Verzweiflung einer Frau, die ohne Kinder bleibt? – Für sie hing daran der Sinn ihres Lebens, hing sogar ihr Weiterleben nach dem Tod. Denn ohne Kinder würde sie vergessen sein. Ohne Kinder hätte sie umsonst gelebt.

Sollen wir froh sein, dass wir nicht mehr unter einem solchen Zwang stehen? Dass der Sinn und die Hoffnung unseres Lebens nicht am Nachwuchs hängt?

Oder sollen wir uns Sorgen machen, weil so vieles uns wichtiger und sinnvoller erscheint, als Leben weiterzugeben, mit allen Mühen, mit allen Kosten mit allen Opfern?

Ich denke an Paare, denen das Wunder des Lebens versagt bleibt, obwohl sie sich danach sehnen, die Mühen und Kosten nicht scheuen und doch feststellen müssen: Das Wunder lässt sich nicht planen, produzieren, erzwingen. – Gut, wenn für sie der Sinn ihres Lebens nicht daran hängt. Und traurig dennoch, wenn da überall Kinderwagen und dicke Bäuche sind.

Das Staunen über das Wunder des Lebens, wie Hanna es widerfährt, wie Maria und Kevin es widerfährt und wie es selbst noch für Großeltern und Freunde beglückend ist – das Staunen über das Wunder des Lebens – das ist Ostern.

Das Wunder des Lebens ist Gottes Wunder. Hanna spricht zu Gott. Und sie spricht von Gott:

Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN, mein Haupt ist erhöht in dem HERRN.Die Unfruchtbare hat sieben geboren,und die viele Kinder hatte, welkt dahin.Der HERR tötet und macht lebendig,führt hinab zu den Toten und wieder herauf.

Dieser Satz, war es wohl, der dem Lobgesang der Hanna seinen Platz in der Predigtordnung für das Osterfest verschafft hat: Gott, der Herr über Leben und Tod. Gott, der Leben nimmt und Leben gibt, wie es ihm gefällt.

Vielleicht hat jetzt mancher gedacht: Du redest von dem Wunder der Geburt, aber nicht von dem Wunder der Auferstehung! Das ist doch eigentlich erst Ostern!

Ja, ist es. Und was Auferstehung bedeutet, die wir noch nicht kennen, das können wir gerade dann erahnen, wenn wir das Wunder des Lebens bestaunen, das wir kennen.

Ist nicht sogar das Wunder der Geburt das größere? Leben, wo vorher noch keins war. Ein Mensch, den es vorher noch nie gegeben hat. Leben, das sich auf einmalige Weise entfalten wird. Leben, das selbst da noch einmalig ist, wo es im Doppelpack in die Welt kommt.

Auferstehung dagegen ist Leben, wo vorher schon welches war. Ein Mensch, den es gegeben hat, tritt in eine neue Form des Daseins. Nur dass wir uns das viel schlechter vorstellen können als die Geburt eines Menschen. Aber es ist ja klar: Bei der Geburt tritt ein Mensch in die Lebensform hinein, in der wir uns befinden, die wir schon kennen; und darum erscheint uns die Geburt weniger wunderbar als die Auferstehung. Denn die liegt noch vor uns. Keiner hat sie erlebt. Wir kennen nur den einen Auferstandenen und ihn auch wieder nur in einer irgendwie in dieses Leben zurückprojizierten Form, wo er den Seinen erscheint, als wäre er in dieses Leben zurückgekehrt, während er in Wahrheit in Gottes neues Leben hinein auferweckt worden ist.

Geburt und Auferstehung stehen gleichermaßen für das Wunder des Lebens. Das Leben vor dem Tod und das Leben nach dem Tod, es ist in gleicher Weise Gottes Wunder. Wir können weder das Leben vor dem Tod noch das Leben nach dem Tod selber schaffen. Wir können das Leben nur staunend empfangen, so wie wir neu geborene Kinder staunend in unserer Welt empfangen.

Wir können dem Leben Raum geben: So wie wir das tun, indem wir die wohlbekannten Bedingungen schaffen, dass Same und Ei zueinanderfinden. So wie wir das ungeborene Leben im Mutterleib schützend beherbergen. So wie wir dem geborenen Leben Familie, Heimat, Geborgenheit, Versorgung und Bildung geben. So wie wir unser Kind vom Augenblick der Zeugung an mit Liebe umgeben.

Wir können auch dem Auferstehungsleben Raum geben: Denn es beginnt schon in diesem Leben. Es wird gleichsam gezeugt in der Taufe, es wächst heran im Glauben, es wird genährt und beschützt in der Gemeinschaft der Kirche. Man kann sagen: Die heilige christliche Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen ist für uns der Uterus des ewigen Lebens. Schon hier sind wir geborgen in der Liebe Gottes, die uns zum ewigen Leben auferweckt.

Ostern feiern wir das Wunder des Lebens. Und ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir beginnen, auch dieses Leben hier und jetzt zu feiern. Es ist an der Zeit, dass wir uns zum Leben bekennen, zur Würde des Lebens, zum Recht auf Leben. Weil Gott allein das Leben schafft, darum haben wir kein Recht es abzuschaffen.

Es hat mich ziemlich erschüttert, dass vor kurzem Stimmen von zwei Medizinethikern laut geworden sind, die das Lebensrecht vonneugeborenen Kindern infrage stellenSo lange sie noch nicht die Fähigkeiten einer moralischer Personen hätten, wären Neugeborene nur „mögliche Personen“, keine „wirklichen“. Deshalb sollten Eltern auch das Recht bekommen, ihre wenige Tage alten Kinder töten zu lassen. Und als Argument wird hinzugefügt, es mache letztlich keinen Unterschied, ob man ein ungeborenes Kind durch Abtreibung töte oder ein neugeborenes Kind.


Und das, scheint mir, ist folgerichtig: Wenn das Töten ungeborener Kinder akzeptiert ist, dann braucht es uns nicht zu wundern, wenn man nun bereit ist, auch diesen weiteren Schritt zu gehen und die geborenen zu töten …


Wir Menschen machen uns immer mehr zu Herren über Leben und Tod und setzen uns damit an Gottes Stelle. Nur mit einem gewichtigen Unterschied: Wir können kein Leben schaffen; wir können nur Leben nehmen.

Mich bedrückt, was Kardinal Lehmann vor etlichen Jahren schon als Kultur des Todes bezeichnet hat: Dass wir es uns anmaßen über Leben und Tod entscheiden zu wollen: indem wir Ungeborenen das Lebensrecht nehmen, indem wir ein Recht auf Selbsttötung postulieren und Sterbehilfe zulassen.


Gott ist in Wahrheit der Herr über Leben und Tod. Nein, über Tod und Leben: Der HERR tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf. – Man beachte die Reihenfolge: Der HERR tötet und macht lebendig! Denn bei Gott steht am Ende das Leben, nicht der Tod.


Das feiern wir zu Ostern: das Wunder des Lebens und den Herrn des Lebens.

Freitag, 6. April 2012

Predigt am 6. April 2012 (Karfreitag)

Christus ist der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen.
Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für allemal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.
Hebräer 9, 15.26b-28



Liebe Schwestern und Brüder,

ein neues Schimpfwort hört man auf deutschen Schulhöfen und Straßen immer öfter: „Du Opfer!“ – Und es heißt: Du bist schwach, du bist unterlegen, du bist dazu bestimmt, gedemütigt, benutzt und geschlagen zu werden. Und wir, wir sind diejenigen, die dich demütigen, benutzen und schlagen – „Du Opfer!“

Mir tut es weh, wenn ich das höre. Denn bisher hatte das Wort „Opfer“ noch einen anderen Klang. Dem Opfer, dem unschuldigen Opfer gleich gar, gehörte unser Mitleid, unsere Zuwendung, unsere Solidarität. Sei es dem Opfer von Krieg und Hunger in der Ferne. Sei es dem Opfer von Gewalt und Verbrechen in der Nähe – so wie uns in letzter Zeit das Schicksal der elfjährigen Lena aus Emden berührt hat, die Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Und selbst die Verkehrsopfer, an die wir uns im allgemeinen gewöhnt haben, gehen uns spätestens dann nahe, wenn unter ihnen jemand ist, den wir kannten. Menschen als Opfer wahrzunehmen bedeutete zugleich auch, mit ihnen solidarisch zu sein.

Jemanden aber als Opfer zu verhöhnen, das ist Entsolidarisierung, Unbarmherzigkeit, Entmenschlichung. Wir machen einen Schwachen oder eine Gruppe von Schwachen zu Opfern, damit wir auf ihre Kosten stark sein können. – Aber wie schwach ist das denn eigentlich, wenn wir Schwache brauchen, um auf ihre Kosten stark zu sein!


„Du Opfer!“, das hätten sie damals auch zu Jesus sagen können. Denn widerstandslos ließ er sich gefangen nehmen. Seinen Freunden untersagte er, sich zu verteidigen. Alle Anschuldigungen ließ er fast ohne Widerrede über sich ergehen. Und dann wurde er gefesselt, geschlagen, verspottet, angespuckt, und die Dornenkrone war zugleich Hohn und Folter. Schließlich nagelte man ihn ans Kreuz, stellte es in der Vormittagssonne auf und ergötzte sich daran, wie er sich Stunde um Stunde über die heiße Mittagszeit hinweg quälte und litt, bis er – fast ein wenig unerwartet schnell – das Leben aushauchte.

„Du Opfer!“ – Sie hatten ihm gezeigt, wer stark war und wer schwach.

Die vielen, die Masse, die immer gerne auf der Seite der Sieger steht, sie hatte schon lange vom Hosianna zum Kreuzige umgeschaltet. Sie waren es zufrieden, dass Jesus zum Opfer geworden war. Von ihm war doch nichts zu erwarten gewesen, er war zu schwach; dann sollte er halt sterben.

„Du Opfer!“ - das ist der Widerspruch zur Rede von den unschuldigen Opfern. „Du Opfer!“ - das heißt: Du bist selbst schuld. Deine Schwäche, dein Aussehen, deine Behinderung, dein Anderssein, das prädestiniert dich dazu, Opfer zu sein. Wärst du wie wir, wärst du auf unserer Seite, wärst du auf der Seite der Starken, dann wärst du nicht das Opfer geworden. – Du hast komisch geguckt. Du hast mich provoziert. Du hast keinen Respekt gezeigt. Du bist ein Jude, ein Neger, ein Kuffar, eine Schwuchtel, eine Schlampe. Und darum bist du ein Opfer.

Und wenn wir erst anfangen, uns zu fragen: Habe ich vielleicht wirklich provoziert? Sollte ich doch lieber wegsehen? Meine sexuelle Orientierung verbergen? Den Rock nicht ganz so kurz tragen?, dann haben wir schon verloren. Dann sind wir erst recht die Opfer geworden.

„Du Opfer!“ – Jesus ist in diesem Sinne kein unschuldiges Opfer. Er hat es ja darauf angelegt. Er hat sie provoziert. Er ist selber schuld. Er hat sich selbst zum Opfer gemacht.


Mit unschuldigen Opfern haben wir Mitgefühl und Solidarität, normalerweise. Aber wie ist es mit schuldigen Opfern?

Mit überhöhter Geschwindigkeit gegen den Baum: ein schuldiges Opfer.

Mit der Annahme von falschen Freundschaftsdiensten und faulen Ausreden aus dem Präsidialamt: ein schuldiges Opfer.

Wegen Unterschlagung von wenigen Euro aus dem Job entlassen: ein schuldiges Opfer.

Nach jahrzehntelangem Rauchen an Lungenkrebs erkrankt: ein schuldiges Opfer.

Selbst schuld! Das Mitleid hält sich in Grenzen.

Aber: Gibt es überhaupt unschuldige Opfer? Ist es nicht menschlich, dass wir da oder dort und immer wieder schuldig werden? Verlangen wir von bestimmten Menschen, dass sie übermenschlich sind, ohne Schuld, während wir uns das Recht auf kleine Sünden zugestehen?

Jesus allein ist ein unschuldiges Opfer. Ohne Schuld, ohne Sünde. Es ist die Schuld der anderen, aller anderen, unsere Schuld, dass er zum Opfer wird.


Jesus Christus ist das einmalige Opfer, das die Sünden der vielen auf sich nimmt.

Menschen bezeichnete man damals nicht als Opfer. Nicht mehr. Noch nicht wieder.

Jesus Christus, das einmalige Menschenopfer. Das war fast nicht zu verstehen. Man verglich ihn mit den vielen Tieropfern, die damals dargebracht wurden. Das ist der Hintergrund für Bibeltexte, wie den Hebräerbrief. Tieropfer waren normal. Es musste Blut fließen. Stellvertretend für die Menschen.

Heute erscheinen uns Tieropfer archaisch und unmenschlich. Wir opfern keine Tiere mehr. Wir opfern letztendlich wieder Menschen. Indem wir uns auf die Seite der Täter stellen, um nicht selber Opfer zu werden. Schuldig sind wir schließlich alle. Doch Opfer sollen die anderen sein – nach Möglichkeit. „Du Opfer“ ist immer noch besser als „Ich Opfer“.

Jesus Christus, das Opfer. Selbst schuld, weil er sich selber zum Opfer macht. Er sagt lieber „Ich Opfer“ als „Du Opfer“. Er sagt: Lasst mich euer Opfer sein! Denn ihr wollt ja nicht die Opfer sein, obwohl es keine Unschuldigen treffen würde.

Und darum trifft es nun den einzig wirklich Unschuldigen. Und er ist selbst schuld, dass es ihn trifft. Er hat es so gewollt. Er nimmt die Schuld der Schuldigen auf sich. Er macht den Sündenbock, er ist das Opfer für viele, für alle, für uns.


Du Opfer, Jesus Christus! Du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser.

Erbarm dich unser, dass wir aufhören, uns selbst und andere zu Opfern zu machen. Amen.

Montag, 2. April 2012

Predigt am 1. April 2012 (Palmsonntag)

Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. Gott der HERR hat mir da Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Aber Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht wie einen Kieselstein; denn ich weiß, dass ich nicht zuschanden werde. Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer will mein Recht anfechten? Der komme her zu mir! Siehe, Gott der HERR hilft mir; wer will mich verdammen? Siehe, sie alle werden wie Kleider zerfallen, die die Motten fressen.
Jesaja 50, 4-9


Seht, welch ein Mensch! – Er geht seinen Weg mit Konsequenz und Hingabe. Er spricht ruhig und überzeugt. Auf Widerspruch reagiert er sachlich und gelassen. Persönliche Angriffe perlen an ihm ab. Sie machen sich über ihn lustig, sie schlagen ihm ins Gesicht, sie speien vor ihm aus und ihn an; er erträgt es. Am Ende werde ich Recht behalten, ist er überzeugt. Gott ist auf meiner Seite, sagt er. Was auch geschieht, mir kann nichts geschehen, glaubt er. Am Ende wird nichts übrigbleiben von denen, die sich jetzt gegen mich stellen.

So steht er vor unseren Augen, der Prophet. Wir wissen nichts Konkretes über ihn und sein Schicksal. Aber wir staunen über seine Selbstgewissheit, über seine Gottesgewissheit.

Wir denken vielleicht an andere Propheten, an Jeremia, der einem Mordanschlag nur knapp entging; der des öfteren verhaftet wurde und der doch nicht aufhörte, im Namen Gottes zu reden; der miterleben musste, wie seine aufgeschriebenen Worte und Reden vom König verbrannt wurden; der in eine ausgetrocknete Zisterne gesperrt wurde und am Ende nach Ägypten verschleppt von den Leuten, die er beständig davor gewarnt hatte, nach Ägypten zu gehen. Dort verliert sich seine Spur. – Seht, welch ein Mensch!

Ich denke an Martin Luther. Er war nicht immer ruhig, sachlich und gelassen. Aber konsequent. Was er von Gottes Wort gehört und verstanden hat, das vertritt er. Davon weicht er nicht ab. Auf dem Reichstag vor dem Kaiser bekennt er: Sein Gewissen ist in Gottes Wort gefangen. Er kann nicht widerrufen. „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.“ Ihm droht der Bann, der Scheiterhaufen, aber er ist gewiss: Gott ist auf meiner Seite. – Seht, welch ein Mensch!

Ich denke an Dietrich Bonhoeffer. Er hat im Gefängnis ein Gedicht geschrieben: „Wer bin ich?“ Darin reflektiert er darüber, wie er nach außen erscheint:

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle
gelassen und heiter und fest,
wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,
als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
wie einer, der Siegen gewohnt ist.

Bonhoeffer hat offenbar eine Größe und Geradheit eine Glaubensgewissheit und Stärke ausgestrahlt, die andere beeindruckt hat. Er hat sich jedenfalls nicht brechen und kleinkriegen lassen. Und er war einer der wenigen, die den Mut und die Einsicht hatten, dass der Weg Gottes ein anderer war als der Weg der Masse. Dafür war er im Gefängnis. Dafür ist er vier Wochen vor Kriegsende noch hingerichtet worden. – Seht, welch ein Mensch!

Und doch kam er sich selber nicht als der starke, souveräne Sieger vor, als der er den anderen erschien:

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,
umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,
müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

Seht, welch ein Mensch!

Auch diese Seite ist da: bei Bonhoeffer. Auch bei Luther, der manches Mal erschrickt und fast verzagt vor dem für ihn kleines Mönchlein so gewaltigen Auftrag, der ihm zugewachsen ist. Und so auch schon bei den Propheten, wiederum besonders eindrücklich nachzulesen bei Jeremia, der Gott klagt, er wolle lieber nicht geboren sein, als Gottes prophetischen Auftrag auszuführen.

Am Ende sind es diese prophetischen Gestalten, die in Treue zu sich selbst, mehr noch, die in Treue zu Gott ihren Weg gehen, glaubwürdig auch in ihrem Zweifel, stark auch in ihrer Schwäche, getrost auch in ihrer Angst. Am Ende sind sie es, die im Gedächtnis bleiben, die die Geschichte überdauern, die weiterwirken über ihre Zeit hinaus. Am Ende sind sie es, die uns Vorbilder wahren Menschseins sind. Wir möchten wohl ihr hartes Schicksal nicht teilen, aber wenn es denn hart auf hart käme, dann wollten wir ihre Stärke, ihren Mut, ihre Glaubensgewissheit haben.

Seht, welch ein Mensch! – Geschlagen, gefoltert, eine Dornenkrone hat man ihm auf den Kopf gedrückt, einen Purpurmantel hat man ihm umgehängt. So steht er da. Und der Statthalter präsentiert ihn der Menge mit diesen Worten: Seht, welch ein Mensch! – Seht, der Mensch! – Ecce homo! (Johannes 19, 5)

Und sie sehen ihn und sie schreien: Kreuzige! Kreuzige! – Der Mensch, dieser Mensch soll sterben. Das Urbild wahren Menschseins soll sterben. Die Menschlichkeit soll sterben.

Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.

Das Bild des Propheten, des Reformators, des Widerstandskämpfers, das Bild des zu Unrecht leidenden Menschen, des für Gottes Sache leidenden Menschen verdichtet sich im Bild des Menschensohns, des Königs mit der Dornenkrone. Es ist sein Weg, den Menschen vor ihm und nach ihm gegangen sind. Es ist ihr Weg, den er mit ihnen gegangen ist.

Er hat der Unmenschlichkeit standgehalten. Er hat nicht nachgegeben, nicht widerrufen. Er hat der Unmenschlichkeit seine Menschlichkeit entgegengehalten. Die Dornenkrone und das Kreuz sind Zeichen dafür, dass der Mensch im Leiden seine Würde, seine Menschlichkeit bewahrt. – Seht, welch ein Mensch! Mit der Dornenkrone, am Kreuz, im Gefängnis, am Galgen …

Was ist es, das Menschen ihr Menschseins bewahren lässt inmitten der Unmenschlichkeit? Was ist es, das ihnen die Gewissheit gibt, das Richtige zu sagen, zu tun, zu leiden? Das ihnen die Kraft gibt, sich gegen die Mehrheit zu stellen? Sich gegen die Mächtigen zu stellen?

Gott der HERR, sagt uns das Bibelwort.

Gott der HERR hat mir eine Zunge geben, wie sie Jünger haben.

Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet.

Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden.

Gott der HERR hilft mir; wer will mich verdammen?

Die Kraft und Glaubwürdigkeit der Worte, sie kommen von Gott. Der Gehorsam, das Hören und Gehorchen auf Gottes Willen, er kommt von Gott. Die Kraft zum Durchhalten und Durchstehen des eigenen Weges gegen allen Widerstand, sie kommt von Gott. Und die Gewissheit, dass Unrecht nicht Recht wird, sie kommt von Gott.

Der Anfang der Menschlichkeit ist bei Gott.

Seht, welch ein Mensch! – sagen wir.

Seht, welch ein Gott! – sagt er, dieser Mensch.

Wir sehen auf Jesus Christus. Welch ein Mensch! Welch ein Gott!

ER gebe auch uns die rechten Worte, das rechte Gehör, die rechte Widerstandskraft, die rechte Glaubensgewissheit. Dann werden wir seine Jünger.